Halle ist für mich nicht einfach irgendeine Stadt mit schöner Geschichte und ein paar alten Fassaden.

Seit vielen Jahren bin ich regelmäßig dort, habe Familie in der Stadt und dadurch längst eine eigene, enge Verbindung zu Halle entwickelt. Besonders fasziniert mich dabei die barocke Seite der Stadt: die Architektur, die historischen Spuren, die großen Namen dieser Zeit und dieses besondere Gefühl, wenn Geschichte nicht nur im Museum steht, sondern einem beim Gang durch die Stadt ganz nebenbei begegnet.

Als Autor ist das natürlich ein gefährliches Pflaster. Man läuft eigentlich nur durch die Stadt und kommt plötzlich mit drei neuen Ideen, fünf Recherchethemen und dem dringenden Bedürfnis nach noch einem Geschichtsbuch nach Hause.

Gerade deshalb ist mir die hallische Stadtgeschichte wichtig. Sie verbindet für mich persönliches Erleben, Familie, historische Begeisterung und meine Arbeit als Autor.

Mein Engagement ist deshalb nicht einfach nur ein Punkt im Portfolio von Faber Books & more. Es ist Ausdruck einer Verbindung zu einer Stadt, die mich seit Jahren begleitet und zu einer Geschichte, die definitiv zu spannend ist, um einfach nur Vergangenheit zu sein.

Halle als Schauplatz meiner eigenen Geschichten

Diese Verbindung zur Stadt ist bei mir längst nicht nur historisch. Auch mein Buchprojekt „Killian. Gym. Swim. Love him.“, das künftig wieder aufgenommen werden soll, ist eng mit Halle verbunden.

Für das Projekt habe ich mir viele Ideen direkt vor Ort geholt: Ich bin Wege abgelaufen, habe Plätze, Straßen und Ecken bewusst auf mich wirken lassen und daraus Schauplätze, Situationen und Charaktere entwickelt. Dabei blieb es natürlich nicht beim bloßen Herumlaufen. Ich habe mir Stadt- und Ortskarten besorgt, mich mit einzelnen Vierteln beschäftigt und sogar versucht, ein Gefühl für den hallischen Dialekt zu bekommen mit wechselndem Erfolg, aber durchaus ernsthaftem Einsatz.

So wurde Halle für mich beim Schreiben nicht einfach nur zu einer Kulisse, sondern zu einem Teil der Geschichte selbst. Viele Ideen entstanden genau dort, wo später auch meine Figuren leben, unterwegs sind, sich begegnen oder eben das tun, was Romanfiguren am liebsten machen: das Leben unnötig kompliziert machen.

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